Love me Tender…

Der heutige Tag stand ganz im Namen des King of Rock’n’Roll: Elvis Presley

Nachdem wir am heutigen Morgen Nashville verlassen hatten, fuhren wir knapp 350 km in westliche Richtung nach Memphis. Memphis, die Großstadt am Mississippi River, welche direkt an den Grenzen zu Arkansas und Mississippi liegt. Mit leichter Verspätung  aufgrund einer Schlechtwetterfront (Schrittempo auf der Autobahn), erreichten wir am Mittag Memphis. Dort fuhren wir auf den Elvis Presley Boulevard auf und suchten den Eingang zum Anwesen der Presley Familie, Graceland. Wir parkten unseren Wagen und gingen zum Visitorcenter. Dort angekommen staunten wir über die Preise. Die günstigste Tour, welche nur das Haus und die Flugzeuge zeigte, kostete 45$/Person (da sind noch nicht einmal seine Anzüge mit bei). Die teuerste Tour gab es für 160$/Person. Man muss schon wirklich ein großer Elvis Fan sein, um das dafür zu bezahlen. Wir buchten die kleinste Variante und setzten uns direkt in ein kleines Theater, dort wurden wir auf den Besuch eingestimmt. Nach dem Theater warteten wir in einer Schlange auf den Bus, welcher uns über die Straße zum Graceland Anwesen brachte. Dort wurden wir aus dem Bus gelassen und standen erneut in einer Schlange. Nun wurde man grüppchenweise in das Haus gelassen, wo man in einer Schlange stehend durch die Räumlichkeiten gedrängt wurde. Währenddessen bekam man über einen Video/Audioguide Informationen zur Geschichte der Presleys. Man besuchte u.a. das Wohn/Esszimmer, die Küche und die Freizeiträume von Graceland. Nach dem Verlassen des Hauses, führte die Tour noch durch die Sportanlage und die Trophäenhalle, welche am Pool endete. Neben dem Pool war dann noch das Grab Elvis zu sehen. Die Tour war somit beendet. Nun fuhren wir wieder zurück zum Besucherzentrum, an dem man uns versuchte ein Bild von uns beiden für 35$ + Steuer zu verkaufen. Anscheinend brauchen die Presleys viel Geld…



Wir verließen das Zentrum und machten uns auf den Weg zum Flugzeugpark, wo wir zwei Maschinen besichtigen konnten (das war meiner Meinung nach der Höhepunkt der Veranstaltung). In der größeren Maschine konnten wir sehen, dass Elvis doch nicht so bescheiden war, wie er teilweise auf der Tour dargestellt wurde, denn die Gurte im Flieger bestanden aus Gold. Neben vielen bequemen Sitzmöglichkeiten und zwei Badezimmern fand auch ein Schlafzimmer im Flugzeug (Namens Lisa Marie) seinen Platz. Nun beendeten wir unsere Tour nach gut 2,5 h und steuerten mit unserem Wagen unser Hotel an. 


Fazit des Tages: Nett das Anwesen gesehen zu haben, 20$ hätten aber auch gereicht, WUCHER!!!

Morgen geht es dann in den nächsten Bundesstaat Mississippi 

Bis dahin

Nicole & Michael

  • Kamera: NIKON D5100

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Goodbye Tennessee, Welcome Mississippi

Heute morgen checkten wir relativ früh aus unserem Hotel aus, denn es wartete noch eine Strecke von ca. 550 km auf uns. Zu Beginn jedoch fuhren wir in nördliche Richtung nach Memphis City, welche sich uns nicht gerade von ihrer schönen Seite zeigte. Wir fuhren an das Ufer des Mississippi Rivers, um ein Blick auf die historische ultralange Brücke zu erhalten. Neben dieser Brücke wurde direkt am Ufer vor mehreren Jahre eine Pyramide gebaut, diese war eigentlich als Veranstaltungsort geplant, wurde jedoch nach kurzer Nutzung wieder geschlossen. Heute befindet sich ein großer Outdoor-Shop innerhalb dieser Pyramide. Nach ein paar Bildern ging es dann für uns direkt über die Brücke, denn wir wollten mal den Boden Arkansas unter uns spüren. Nach dem wir die Brücke überquert hatten, drehten wir in West-Memphis (auf Boden des US-Bundesstaates Arkansas) um und fuhren mit Blick auf die Skyline nach Memphis zurück. 


Nun ging es Richtung Süden in den nächsten Bundesstaat Mississippi. Nächstes Ziel, die Hauptstadt Mississippi’s, Jackson. Dort fuhren wir zum State Capitol, machten ein paar Bilder und fuhren dann weiter in südwestlicher Richtung. Auf unserer Fahrt merkten wir, dass Jackson noch nichts von einer grünen Welle gehört hatte. An jeder, aber wirklich jeder Ampel standen wir. Gleichzeitig hat man in Jackson auch noch nichts von Erneuerung der Infrastruktur gehört, die Straßen waren nämlich mehr als in einem maroden Zustand. 


Nachdem wir Jackson verlassen hatten, hatten wir noch eine Strecke von ca. 170 km vor uns. Die gesamte Strecke führte über einen Highway, welcher teilweise ein oder zweispurig war. Auf den letzten 100 km zu unserem Tagesziel Natchez braute sich ein Thunderstorm vor uns zusammen, welchen wir leider nicht umfahren konnten. Der Thunderstorm an sich wäre nicht das größte Problem gewesen, das größere war die Strecke, die wir noch fahren mussten. Diese führte uns durch ein stark bewaldetes Gebiet. Mit teilweiser Schrittgeschwindigkeit und zwei Stopps am Wegesrand ging es für uns nahezu blind durch dieses Gewitter. Neben vielen Ästen lag auch ein Baum auf der Fahrbahn. Aufgrund dieser Wetterlage mussten wir unseren eigentlich geplanten Zwischenstopp in Vicksburg platzen lassen. Am späten Nachmittag erreichten wir dann Natchez und der Himmel klarte auf. Nun ist unser Auto wieder sauber und Schäden sind Gott sei Dank auch nicht zu verzeichnen (obwohl man das aufgrund der lauten Schläge auf dem Dach vermutet hatte).


Am Abend spazierten wir dann noch entlang des Mississippi River, aßen in einem schönen Restaurant (Magnolia Grill) und genossen den Sonnenuntergang am River.


Morgen geht es dann weiter nach Louisiana, genauer gesagt wartet New Orleans auf uns.

Bis dahin

Nicole & Michael

  • Kamera: NIKON D5100

Vom Whiskey zur Hauptstadt der Countrymusik

Heute morgen machten wir uns früh vom Hotel in nördlicher Richtung auf. Es stand ein Trip nach Lynchburg an, dem Geburtsort des berühmtesten Whiskey : Jack Daniels. Nach einer einstündigen Fahrt, vorbei an vielen großen schwarzen Hallen (Barrel Houses, insgesamt 87 Stück) erreichten wir das kleine verschlafene Dorf und parkten in der Nähe der Distillery. Nach einem kleinen Spaziergang betraten wir das neue Visitorcenter, wo wir von einer Jasper Daniel Statue begrüßt wurden. Wir buchten die Angel’s Share Tour für 22$/Person, welche eine geführte Tour über 1,5h  durch die Fabrik und ein anschließendes Whiskey Tasting beinhaltete. Die Tour startete am Visitor Center, gefolgt von einer kurzen Fahrt durch Lynchburg (wo der Ausschank und Verkauf von Alkoholika gesetzlich verboten ist, finde den Fehler…), bis auf den Berg, wo das Jack Daniel Distillery Gelände begann. Nun ging es zu Fuß weiter, erster Stopp ist die Produktion der Holzkohle, mit welcher der Whisky im Laufe seiner Produktion gefiltert wird. 


Nach der Vorstellung dieses wichtigen Schrittes ging es weiter zur Quelle, welche als Besonderheit eine Eisenfreiheit vorweist (Eisen zerstört laut Guide den Whiskey). Neben dieser Quelle, die seit der Gründung für die Produktion genutzt wird, besuchten wir das Büro Jack Daniels. Hier berichtete der Guide, dass Jack Daniels an einer Blutvergiftung gestorben sei, da er sich den Zeh beim Tritt gegen seinen Safe brach. Nun gingen wir ins Gärhaus, indem die Maische bestehend aus Mais, Gerste und Roggen ihr übriges tat (incl. des Gestanks). Relativ zügig verließen wir die einer Sauna ähnelnden Hallen und machten uns in die nächste Halle auf. In dieser Halle wurde uns die Filterung durch die 3 m Hohe Holzkohleschicht demonstriert, incl. Geruchsprobe. Alleine durch diese Geruchsprobe kam man sich schon leicht angeheitert vor. Leider durfte man all diese Schritte nicht mit Bildern dokumentieren, es bestand Explosionsgefahr. Nun ging es weiter in Richtung Fassproduktion, durch einen Film wurden uns die Produktionsschritte der aus Eichenholz produzierten Fässer erläutert. Die Fässer werden nur einmal zur Whiskeyreifung benutzt, 80% der gebrauchten  Fässer verlassen das Werk leer in Richtung Schottland, wo sie in der dortigen Single Malt Whisky Produktion benutzt werden. Nach dieser Demonstration schauten wir noch in der Single Barrel Abfüllung vorbei, wo die Mitarbeiter von Hand Labels aufklebten und die Flaschen verpackten. 

Ö
Nun ging es zum Ende der Tour, das Tasting stand an. Bei der teureren Angel’s Share Tour, werden auch die teureren Whisky Sorten probiert, was sich wirklich gelohnt hat. Die Angel’s Sorten sind die, die in den Barrel Houses an der höchsten Stelle gelagert werden und dort aufgrund der höheren Temperaturunterschiede viele Reifungen durchmachen. Nachdem wir nun fünf Sorten probiert hatten, ging es zurück zum Visitor Center, wo man  im Store Whiskey kaufen konnte (das geht nur aufgrund einer Ausnahmegenehmigung). Wir konnten widerstehen und machten uns auf nach Nashville, der Hauptstadt der Musik und Tennessee’s.


In Nashville kamen wir nach einer weiteren Stunde Fahrt an und checkten in unserem Hotel ein. Nach kurzer Akklimatisierung ging es für uns zum State Capitol (welches ziemlich langweilig aussieht), gefolgt vom Besuch Downtowns. In Downtown angekommen machten wir uns auf die Suche nach einem Parkplatz, wir steuerten zwei freie Plätze an und staunten über die Preise, 22$/2h! Wucher!!! Wir suchten weiter und parkten fünf Meter weiter in einem Parkhaus für 10$ ohne Zeitlimit. Nun spazierten wir den Broadway entlang, auf dem ein unglaublicher Trubel herrschte. Neben viel Live Musik und noch mehr Alkohol (natürlich nur innerhalb der Gebäude), fielen uns die Junggesellenabschiede auf, welche hier auch ausgiebig gefeiert werden. Zu guter letzt, schauten wir noch am Johnny Cash Museum und der Music City Hall of Fame vorbei, vor der es eine Art Walk of Fame gab.


Nun genießen wir das klimatisierte Zimmer (es sind immer noch 35°C mit gefühlter 80% Luftfeuchtigkeit) und bereiten uns auf den morgigen Tag vor. Als nächstes geht es nach Memphis.

Bis dahin

Nicole & Michael

  • Kamera: NIKON D5100

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Goodbye Tennessee, Welcome Sweet Home Alabama

Nach einem kleinen Frühstück mit recht unfreundlicher Servicekraft, machten wir uns auf den Weg nach Chattanooga City. Auf dem Weg nutzten wir die Chance, unseren recht hungrigen Jeep zu füttern. Für gerade mal 1,99$/Gallone tankten wir den Wagen voll und fuhren den Highway bis Downtown Chattanooga. Dort angekommen, suchten wir die Sehenswürdigkeiten der Stadt auf. Zum einen fuhren wir am Tennessee Aquarium vorbei und zum anderen hielten wir am ehemaligen Hauptbahnhof der Stadt, dem Choo-Choo (nach einem Lied von Glenn Miller benannt). 


Nach der Besichtigung dieser “außergewöhnlichen” Sehenswürdigkeiten machten wir uns direkt in nordwestliche Richtung auf, nächstes Ziel: Huntsville, Alabama. Auf dem Weg passierten wir die Grenzen zu Georgia,  erneut zu Tennessee und zu guter letzt zu Alabama. Hier begrüßte man uns mit einem Schild “Sweet Home Alabama”. Nach insgesamt 160 km erreichten wir, bei 32 Grad und gefühlten 90% Luftfeuchtigkeit, unser Tagesziel Huntsville. Hier forschte und entwickelte Wernher von Braun zusammen mit den Amerikanern den Raketenantrieb. Aufgrund dieser Tatsache errichtete die NASA hier ein Entwicklungszentrum am Rande eines riesigen Militärgeländes, wo man heute das Space & Rocket Center findet. Dieses Center ist auch ohne Navigationssystem zu finden, da die stehende Saturn V Rakete schon aus mehreren Kilometern Entfernung auszumachen ist. Nachdem wir einen Parkplatz fanden, gingen wir zum Ticketschalter und bezahlten 29$/Person (Rocket Garden + iMax Film). Nun ging es los mit der Tour, neben den vielen Raketen und einem nachgebauten Spaceshuttle konnte man die Apollo 16 Kapsel und eine liegende Saturn V Rakete sehen. Neben den vielen Weltraumsachen waren umso mehr Militärdinge zu sehen, was den Space & Rocket Namen nicht verdient hat. Leider waren auch viele Exponate verrostet, sodass der Anblick teilweise nicht schön war. Gerne hätten wir auch noch die Bustour gemacht, diese wurde uns aber aufgrund unserer Herkunft verweigert. An der Bustour dürfen nur Amerikaner teilnehmen, da man auf ein Gelände der U.S. Army fährt.  Nach der Besichtigung der Ausstellung sahen wir dann noch einen Film über die Zukunft der Raumfahrt im iMax Theater, welcher sehr gut produziert wurde. Mit vielen Eindrücken und einem Fazit verließen wir das Space & Rocket Center: Das Kennedy Space Center in Cape Canaveral ist definitiv sehenswerter!


Nun fuhren wir zu unserem Hotel, checkten ein und entspannten am Abend in einem Shoppingcenter mit anschließendem Essen beim Mexikaner um der Ecke.

Morgen gehts weiter nach Nashville.

Bis dahin

Nicole & Michael

  • Kamera: Canon PowerShot SX280 HS

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Durch die Great Smoky Mountains, vorbei an der Kirmesstadt, über die Bodyfarm nach Chattanooga

Heute morgen ging unsere Rundreise weiter in nordwestlicher Richtung, erstes Ziel des Tages, der Great Smoky Mountain Nationalpark. Dieser Nationalpark ist der meistbesuchteste Nationalpark der Vereinigten Staaten, was ich persönlich nicht nachvollziehen kann. Ein Vorteil dieses Nationalparks ist, dass er im Gegensatz zu den anderen kostenlos ist. Nach wenigen Kilometern erreichten wir den Eingang des Parks und setzten nach dem obligatorischem Besuchs des Visitor Centers unsere Fahrt fort. Begleitet wurden wir die gesamt Zeit von überdimensional großen Schmetterlingen, in jeglichen Farben und Formen. Der Weg führte eine Weile entlang eines Flusses, bis wir die ersten Höhenmeter machten. Insgesamt kamen wir heute auf knapp 1900 Höhenmetern. Neben vielen Aussichtspunkten, bietet der Park natürlich umso mehr Wanderwege (u.a. durchquert hier der berühmte Appalachian Trail) an, für welche man mindestens eine Woche, wenn nicht sogar länger bräuchte. Soviel Zeit hatten wir “leider” nicht, sodass wir uns für die Aussichtspunkte entschieden haben. Kurz vor dem Ende des Parks, gelangten wir noch zu einem schön angelegtem Picknickplatz, an dem wir noch eine Kleinigkeit aßen und die milden Temperaturen, samt des schönen Baches im Hintergund genossen. 


Nun ging es weiter in Richtung Gatlinburg, der Stadt am nördlichen Eingang des Nationalparks, von wo aus man noch eine weitere Tour mit dem Auto bestreiten konnte. In Gatlinburg angekommen, wurden wir von den Massen der verschiedenen Schausteller und Destillerien überrumpelt, Willkommen in Tennessee (wo kam doch gleich nochmal dieser berühmte Whisky her?). Nach einer kurzer Irrfahrt über die in sich verzweigte Hauptstraße, fanden wir auch endlich die Einfahrt zu dem Nationalparktrail, den wir uns noch ansehen wollten. Wir fuhren den Berg hoch, in der Hoffnung, das ein oder andere zu sehen. Man sah den Wald vor lauter Bäumen nicht. Auf dem Weg kamen wir an ein paar Wanderwegen vorbei, welche jedoch leider geschlossen waren (ausgerechnet den einen wollten wir nutzen). Je höher man kam, desto schmaler wurden die Straßen. Nach kurzer Zeit wurde dann aus der Straße eine Einbahnstraße, die sich in Serpentinen den Berg hinauf und wieder hinab windete. Nach gut einer halben Stunde fahrt auf dieser Straße und weniger Eindrücken als zuvor, verließen wir das Waldgebiet und kehrten im Mekka der Kirmesgänger, Gatlinburg, ein. Wir suchten einen Parkplatz, zahlten 10$ Parkgebühr (ich wollte den Parkplatz nicht kaufen…) und machten uns auf den Weg entlang der vielen Freizeitangebote und Destillerien. Allein für diese Stadt müsste man eine Woche – und viele Dollar mehr –  einplanen, um sie zu erkunden. Nach einem Spaziergang durch den Stadtkern, vorbei an vielen Shops (teilweise auch wirklich schön angelegt), ging es wieder in Richtung Auto. Am Auto angekommen staunten wir über die aktuelle Temperatur, 37 °C hatten wir heute. Wir lüfteten das Auto und fuhren weiter in Richtung Knoxville, einer großen Stadt in Tennessee, welche die größte Universität des Bundesstaates beherbergt. Auf dem Weg nach Knoxville durchfuhren wir eine weitere Stadt, die in Sachen Kirmes der Stadt Gatlinburg in nichts nachstand.


In Knoxville angekommen, sahen wir direkt das hässliche Wahrzeichen der Stadt, eine Kugel, die 1982 anlässlich der Weltausstellung hier aufgebaut wurde. Die Bilder im Internet sahen ja schon schrecklich aus, aber das was man in Live sieht, übertrifft es nochmals. Von diesem Ort aus, fuhren wir entlang der Universitätsgebäude (viel und schön) in Richtung Süden, auf der Suche nach der berühmten Bodyfarm. Die Bodyfarm ist ein wissenschaftlich angelegtes Versuchsgelände, auf dem Leichen unter unterschiedlichen Bedingungen verwesen. Durch diese Versuche, ist es der Rechtsmedizin heutzutage möglich, den Todeszeitpunkt genauer zu bestimmen. Neben den Behörden, lassen sich hier auch die Gerichtsmediziner für ihre Tätigkeit ausbilden. Ein Besuch der Bodyfarm ist so nicht möglich, es sei denn, man meldet sich dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter an. Nun zurück zur Suche, welche sich ein wenig komplizierter gestaltete. Als Vorbereitung googelten wir die Bodyfarm und bekamen eine Adresse gezeigt, diese gaben wir in unser Navigationsgerät ein und folgten der Anweisung. Wir bogen in die genannte Straße ein und passierten dabei ein Tor, welches am Eingang dieser – wie sich später herausstellte – vornehmen Wohngegend stand. Wir fuhren den Boulevard entlang, auf der Suche nach der Hausnummer 2102 (wir starteten glaube ich bei 1000). Mit jedem Meter den wir fuhren, schwand unsere Hoffnung, die Bodyfarm zu finden. Am Ende angekommen, fanden wir alles (vor allem einen schönen Platz direkt am Fluss), nur keine Hausnummer 2102 und vor allem keine Bodyfarm. Unverrichteter Dinge fuhren wir zum nächsten Starbucks, von wo aus wir via Internet erneut die Adresse suchten, leider ohne Erfolg. Nun versuchten wir es mit dem nahegelegenen Anthropologischen Institut der Universität Tennessee, welche die Bodyfarm betreibt. Das Institut befand sich auf der anderen Seite des Flusses, angegliedert an das Universitätsklinikum. Wir fuhren in Richtung Hospital und suchten hinter dem Gelände das Institut, leider ohne Erfolg. Nun machten wir uns in Richtung Chattanooga auf, stoppten jedoch abrupt, da wir im hintersten Winkel doch noch das Institut sahen. Das Gelände, welches verlassen aussah, fotografierten wir nur kurz und machten uns dann auf den Weg zu unserem Hotel, welches wir nach 160 km erreichten. 


Morgen wechseln wir dann wieder einmal den Bundesstaat, dann geht es nach Alabama.

Bis dahin

Nicole & Michael

  • Kamera: NIKON D5100

Der Roundtrip kann beginnen

Heute morgen ging es nach dem Auschecken mit der MARTA (U-Bahn) wieder zurück zum Flughafen, unser Mietwagen wartete auf uns. Nachdem wir alle Formalitäten erledigt hatten, durften wir uns einen Midsize SUV aus der Vielzahl der Autos aussuchen. Eine Vielzahl war wirklich vorhanden, nur bei den Midsize SUV haperte es, denn es stand ein einziger SUV zur Verfügung. Diesen inspizierten wir und befanden ihn für nicht gut (45000 Meilen auf dem Tacho, mehrere Beulen). Nun ging es zurück zum Service Personal, nach einem kurzen Gespräch wurden uns zwei weitere SUV’s präsentiert, wovon wir uns für einen Jeep Renegade entschieden haben. Nun ging es mitten durch Atlanta City in Richtung Norden los, letztes Ziel für den heutigen Tag, Cherokee (oder die Stadt, die aus einer Straße besteht). 

Nach ca. 250 km durch Wälder, hinein in die Berge, erreichten wir Cherokee in North Carolina (bei 34 Grad C). Dort checkten wir in unserem Hotel ein und machten uns nach einer kurzen Pause auf zum Sightseeing. Cherokee ist eine kleine Stadt (wenn man das überhaupt sagen darf) mit 2200 Einwohnern, welche anscheinend alle an einer Straße wohnen. Neben McDonald’s, Burger King, Pizza Hut, KFC und Co. gibt es hier noch ein Indianerdorf, welches aber immer am frühen Nachmittag schließt. Leider wurde uns aufgrund der Zeit auch dieses Erlebnis verwehrt, sodass uns nur ein kurze Autofahrt entlang der einen Straße blieb. Nachdem wir unseren Wagen wieder am Hotel abgestellt haben, machten wir uns auf die Suche nach etwas Essbaren und entschieden uns für die Hauptattraktion von Cherokee, dem Casino. Man mag es kaum glauben, aber in diesem Dörfchen gibt es eines von Caesars betriebenes Casino mit vielen verschiedenen Veranstaltungen. Auf der Homepage des Casinos entdeckten wir mehrere Restaurants und entschieden uns für den Italiener. Wir liefen über die Straße und betraten das Casinos. Die Türen öffneten sich und wir stellten uns die Frage, sind wir falsch gefahren, sind wir doch in Las Vegas (Nevada) gelandet?!? Nein, es war wirklich das Casino in Cherokee, welches ähnliche Dimensionen aufwies, wie die Casinos am Strip. Gleichzeitig waren wir auch über die Besucherfülle verwundert, anscheinend waren alle Bewohner und Besucher von Cherokee dort versammelt. Schnell ging es vorbei an einarmigen Banditen und Black Jack Tischen in Richtung Food Court, wo wir zu Abend essen wollten. Schnell stellte sich heraus, dass die Restaurants normale Fast Food Restaurants mit überteuerten Preisen waren, sodass wir die Lokalität wieder verließen. Nun ging es zu Fuß weiter in Richtung Steakhouse, welches wir am Tage schon sahen, leider stellte sich heraus, dass dieses Steakhouse geschlossen war. Nun mussten wir uns wieder mit dem Auto in Bewegung setzen, sodass wir in einem vornehmen italienischen Restaurant einkehrten, Pizza Hut. 

Nach einem mehr oder minder guten Essen, entspannen wir uns in unserem Hotel (mit sehr langsamen Internet).

Morgen geht es dann weiter in Richtung Great Smokey Mountains, Knoxville und Chattanooga.

Bis dahin

Nicole und Michael 

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Tag 2 in der Hauptstadt Georgias

Der heutige Morgen begann direkt mit einem Termin um kurz nach zehn. Erster Programmpunkt des Tages, der Besuch der CNN Studios in Atlanta. Vom Hotel aus ging es nach dem Frühstück zu Fuß in Richtung CNN, welches am südlichen Ende des Centenials Park (ist leider aufgrund eines Musikfestivals geschlossen) liegt. Überpünktlich erreichten wir das Hauptgebäude von CNN und betraten das Atrium. Was einem beim Betreten des Atriums (eigentlich der CNN Food Court) direkt ins Auge fällt, ist eine Rolltreppe, die bis in einen Globus führt. Mit dieser Rolltreppe (die längste freistehende Rolltreppe der Welt) startete nach der Sicherheitskontrolle unsere gebuchte Studioführung, auf der man leider nur an drei Punkten Bilder machen darf. Die Tour an sich erstreckt sich über 50 Minuten und beinhaltet viele interessante Details. Unter anderem bekommt man einen Einblick in die Arbeit der Regie, oder man kann eine Vielzahl von Menschen in ihren Großraumbüros sehen, wie sie die Nachrichten zusammenfassen (bei Breaking News arbeiten bis zu 250 Leute in einem Raum). Während der Tour wurden auch die Themen Social Media angesprochen und deren Stellung in der Nachrichtenwelt erklärt. Neben Twitter, Snapchat und Co. wurden auch die hauseigenen Apps vorgestellt. Auf der Tour bekam man auch einige Exponate aus Auslandseinsätzen der Reporter zu sehen, welche man aber nicht fotografieren durfte (ein Sicherheitsmann war meistens anwesend). Die Tour endete oberhalb des Atriums, mit dem Hinweis, dass die Bodenfliesen des Atriums als Weltkarte angeordnet sind, worauf alle 45 CNN Stationen der Welt gekennzeichnet sind. Nach dieser interessanten Führung stärkten wir uns erst einmal mit einem Kaffee, um dann einen Spaziergang zum Capitol Georgias zu machen.


Auf dem Weg zum Capitol ging es durch Downtown Atlanta, vorbei an der Original Apotheke von Dr. Pemberton, in welcher sich heute ein Walgreens befindet (ebenfalls eine Pharmazie). Downtown Atlanta war nicht wirklich spektakulär, sodass wir strammen Schrittes weiter Richtung Capitol gingen. Bei glühenden Temperaturen erreichten wir das Capitol und machten ein paar Bilder. Nach diesem kurzen Besuch ging es dann wieder Richtung Downtown, wir wollten nämlich den Atlanta Underground kennenlernen, eine Einkaufspassage unterhalb der Straße. Nach langem Suchen fanden wir dann auch den Eingang und erlebten dort einen Kitschladen neben dem anderen. Schnell ging es wieder Uptown Richtung Hotel, wo wir uns ersteinmal abkühlen mussten. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann mit der MARTA (U-Bahn) in Richtung Norden, genauer gesagt zum Lenox Square, einer Einkaufspassage im etwas wohlhabenderen Viertel Atlantas. Dort angekommen schlenderten wir durch die schönen Passagen der Mall und genossen den Nachmittag. Am Abend ging es dann wieder zurück nach Downtown, wo wir im Hard Rock Café Atlanta zu Abend aßen. Nun sitzen wir im Hotel und lassen den Abend ausklingen.


Morgen übernehmen wir dann den Mietwagen und fahren Richtung Norden.

Bis dahin 

Nicole & Michael

  • Kamera: iPhone 6s

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Willkommen in Georgia

Nach einer langen Anreise mit überpünktlicher Ankunft, bezogen wir am gestrigen Abend unser Hotel in Atlanta Downtown. 

Der heutige Morgen begann mit einem sehr guten Frühstück in unserem Hotel, welches wir in vollen Zügen genossen haben. Nach der Stärkung machten wir uns zu Fuß in westliche Richtung auf, unser erster Programmpunkt an diesem Tag: Finde das Rezept der Coca Cola. Da wir uns ja in Atlanta befinden, dürfte es ein Leichtes sein, dieses Rezept zu bekommen. Tatsächlich standen wir im Endeffekt nur einen Meter von dem Tresor entfernt, wo das wohl berühmteste Rezept der Welt aufbewahrt wird. Nun aber erstmal von Anfang an. 

Nachdem wir die Tickets für die World of Coca Cola gekauft hatten, betraten wir die Sicherheitskontrolle und daraufhin die Eingangshalle. Sobald sich die Türen der Eingangshalle öffnen erklingt das typische Zischgeräusch einer frisch geöffneten Cola Flasche mit dem nachfolgenden Glucker Geräuschen. Nun weiss definitiv jeder, wo man sich befindet. Zur Begrüßung gibt es dann für jeden Besucher direkt eine eiskalte Cola zum probieren. Nach der kleinen Stärkung geht es dann in ein großes Kino, in welchem man mit Werbespots zugeschüttet wird. Nun öffnet sich die Leinwand und man wird direkt in das Atrium gelassen. Dort angekommen, fällt einem direkt der große Tresor ins Auge. Neben dem Tresor gibt es mehrere Warnhinweise, dass man die ganze Zeit über gefilmt wird. Alleine diese Warnhinweise lassen die Spannung noch ein wenig ansteigen. Nach dem Betreten des Tresorraumes findet man neben in Schubladen liegenden Originalschriften von Dr. Pemperton (welche man aber leider aufgrund ihres Alters nicht entziffern konnte) auch ein paar weitere Informationen über die Marke Coca Cola. Unter anderem erfuhr man, dass sich das Rezept seit der Gründung von Coca Cola fast ausschließlich in Atlanta befindet, mit der Ausnahme von 8 Jahren, in denen es in New York in einer Bank aufbewahrt wurde. Des Weiteren erfuhr man, wie Dr. Pemperton mit 2400 $ ausbezahlt wurde, damit er die Rechte und das Rezept abgibt. Am Ende des Tresorraums ging es dann in den Chamber Room, wo uns nach kurzer Illuminierung der eigentlich Tresor gezeigt wurde. In diesem Tresor soll sich das Rezept befinden. 

Nun ging es weiter zum Thema Abfüllung, wo einem die Abfüllgeräte erklärt werden. U.a. besitzt Coca Cola eine Abfüllanlage, die 2200 Flaschen pro Minute fertigen kann, dass nenne ich mal eine Leistung… Nach dem kurzen technischen Trip ging es im Nebenraum weiter mit dem Thema Werbung und Flaschengestaltung, welches bei Coca Cola ein recht großes Gebiet ist. Hier wird einem u.a. erklärt, warum die Flaschen diese typische Form haben (der Prototyp war noch etwas bauchiger, da er der Coca Frucht ähneln soll). Von Informationen überflutet gingen wir zur Entspannung in das 4D Kino, welches zwar viele Specialeffects hatte, mich aber nicht wirklich vom Hocker gehauen hat (im Wahrsten Sinne des Wortes). Zu guter letzt ging es aber zu der größten Attraktion der World of Coca Cola, der Geschmacksprobe. Man kann über 100 verschiedene Sorten der Coca Cola Company probieren, das reichte von normaler klassischer Cola, über Powerade und Minute Made, bis hin zu einem Getränk aus Tansania, welches Ingwer Bier sein soll (ziemlich scharf das Zeug…). Wir haben nahezu alle Sorten probiert und kommen zu dem Ergebnis, wir bleiben bei unserer Cola und Sprite. Zu guter Letzt ging es dann noch für uns in den Merchandise Store, wo wir ein paar Dollar ließen. 


Nach dem Besuch der World of Coca Cola ging es für uns weiter durch die glühende Sonne zu einem Biergarten, einem deutschen Biergarten. Dort angekommen, mussten wir beide unsere Ausweise vorzeigen, damit wir auch unser bestelltes Bier erhielten. Neben dem Bier wurden uns auch Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelsalat serviert. Bis auf den Kartoffelsalat war auch alles recht schmackhaft. Nach dieser kleinen Stärkung ging es zum nächsten Programmpunkt, der Number 1 of Sightseeing, dem Georgia Aquarium, Home of the Whalesharks. Mit 40 $ Eintritt pro Person nicht gerade günstig, aber sehr interessant. Nach der obligatorischen Sicherheitskontrolle geht es in das Atrium des in Schiffsform gebauten Gebäudes. Vom Atrium aus erreicht man alle möglichen Themenwelten mit einer Vielzahl an Tieren und Unterwasserwelten. 



Die Hauptattraktion sind und bleiben aber die bis zu 6 Meter großen Walhaie, welche im größten Becken neben anderen Tieren (u.a. Rochen) beheimatet sind. Die elegante Bewegung dieser Tiere kann man durch einen Tunnnel oder an der großen, gefühlt 30 Meter langen Scheibe beobachten. Sehr imposant.


Nach diesem Ausblick auf die großen Planktonfresser ging es für uns weiter zur Delphinshow, die wir pünktlich besuchen konnten. Wir nahmen uns einen Sitzplatz relativ weit oben und genossen die Show, die sehr gut inszeniert wurde. Die Besucher der ersten zehn Sitzreihen hatten glaube ich nicht soviel Spaß, da sie sich nach der Show erst einmal abtrocknen mussten. 

Mit vielen Eindrücken ging es dann nach einem kurzen Einkauf wieder zum Hotel, wo wir uns jetzt entspannen. Morgen früh geht es für uns dann zu CNN, einem der größten Nachrichtensender der Welt. Mal sehen, vielleicht bin ich ab morgen im TV zu sehen?!?!
Bis dahin

Nicole & Michael

  • Kamera: iPhone 6s

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