Vorletzter Tag in Costa Rica

Unser heutiger Morgen begann bei strahlendem Sonnenschein, mit einem selbst gemachten Kaffee und einem Müsli auf unserer Terrasse. Wir beschlossen beim Frühstück, einen Ausflug in den nahegelegenen Nationalpark Manuel Antonio zu unternehmen. Hierzu buchten wir online die Tickets, da es keinen Ticketschalter dafür gibt. Für zwei Personen durften wir 36 $ berappen, wie so oft… Wucher! Auf der Seite des Nationalparks wird man schon vor aufdringlichen Fremdenführern gewarnt, die schon mehrere Kilometer vor dem Eingang Parkplätze vermieten wollen. Unser Time Slot war für 12 Uhr mittags gebucht, sodass wir uns pünktlich um halb zwölf aufmachten. Auf dem Weg sahen wir schon viele penetrante in vermeintlichen Nationalpark-Uniformen gekleidete Personen, die sich einem quasi in den Weg stellen und von der Straße abbringen wollen. In Deutschland hätte das zumindest schon den Tatbestand der Nötigung erfüllt. Wir mussten diese Leute fast schon umfahren, um an ihnen vorbeizukommen. Den letzten Parkplatz (offizieller Parkplatz des Nationalparks) nutzten wir dann, bezahlten 4000 CRC (ca. 7$) und machten uns zu Fuß auf zum Park.

Dort angekommen, stand erstmal eine Taschenkontrolle an. Nichts durfte in den Park eingeführt werden, keine Getränke (trotz 30°C), kein Essen, kein Plastik, fast überhaupt nichts. Selbst die Zigaretten musste ich wieder zurückbringen. Leider fiel uns im Nachhinein erst auf, dass die Ranger wohl gerne auch Ausnahmen machten. Einige Leute konnten wir trotz Verbots mit Plastikflaschen im Arm sichten. Wir gingen den ausgeschilderten Weg entlang und konnten nach gut 50 m Strecke schon das erste Faultier sichten. Nach ein paar Bildern ging es dann weiter in Richtung Strand, die wunderschönen Strände hier liegen leider auch innerhalb des Nationalparks.

Wir spazierten am Strand entlang und sahen neben vielen Einsiedlerkrebsen auch ein paar Leguane. Laut den vielen Berichten im Netz sollten hier viele Affen am Strand sein, wir konnten hier jedoch keine sichten. Nach dem zweiten Strandabschnitt ging es steil bergauf, bis das man an einem Café des Nationalpark ankommt. Hier weigerten wir uns etwas zu verzehren, da die Kulanz und Freundlichkeit in diesem Park echt zu wünschen übrig ließ. Wir nahmen den nächsten Trail, den eigentlichen Faultier Trail und sahen…. kein Faultier.! Stattdessen konnten wir einige Krebse sichten, die sich mit ihrem blauen Panzer und roten Beinen in der Sonne sonnten. Zudem sahen wir auch noch einen Nasenbären, der uns den Weg versperrte. Nebenbei konnten wir auch noch eine Tarantel sehen, die sich in ihren Bau zurückzog.

Nun gingen wir den Trail wieder in Richtung Eingang und konnten kurz vor Ende doch noch ein weiteres Faultier ausmachen, welches sehr wahrscheinlich zuvor noch sein Geschäft verrichtet hat. Es war gerade dabei wieder den Baum hochzusteigen und zu einem anderen Baum zu wechseln. Dies ging entgegen unserer Meinung über die Tiere relativ schnell vonstatten.

Nach ein paar weiteren Bildern und kleinen Videos ging es dann zurück zum Auto. Auf dem Rückweg hielten wir an einem Foodtruck an, welcher bei google sehr gute Bewertungen zeigte. Diese Bewertungen können wir definitiv bestätigen. Neben guten Burgern wurden hier sehr gute Smoothies serviert.

Nun entspannen wir in unserem Flugzeug (u.a. in der wunderschönen Badewanne mit Aussicht) und genießen den letzten Abend.

Morgen geht es dann wieder in Richtung San José, von hier aus starten wir dann direkt durch nach London. Nach einem kurzen Aufenthalt geht es dann weiter über Amsterdam nach Hause.

Bis zur nächsten Reise

Nicole & Michael

  • Kamera: iPhone 14 Pro

Der Regenwald zeigt sich mal wieder von der besten Seite

Seit dem gestrigen Abend hatte es bis zum heutigen Mittag durchgehend geregnet und gewittert. Aufgrund des schlechten Wetters entschieden wir uns dazu, das Frühstück ausfallen zu lassen. Stattdessen kochten wir uns einen costa-ricanischen Kaffee und genossen ihn auf unserer überdachten Terrasse. Es schüttete wie aus Eimern, es schien kein Ende in Sicht. Am Mittag klarte der Himmel jedoch glücklicherweise auf, sodass wir unser Flugzeug wieder trockenen Fußes verlassen konnten. Wir kehrten in einem Restaurant ein und aßen typisch mittelamerikanisch zu Mittag. Im Anschluss machten wir es uns auf unserer Terrasse gemütlich und lauschten den Dschungel-Geräuschen. Gegen Nachmittag wurden die ruhigen Töne von lautem Gebrüll gestört, Brüllaffen lieferten sich ein Konzert. Wir erwiderten die lauten Rufe und konnten schnell anhand der Baumkronen sehen, dass die Affen sich auf unsere Rufe zubewegten. Nach kurzer Zeit war dann auch direkt ein Brüllaffe nah an unserer Unterkunft, er umkreiste das Flugzeug und traf sich mit mehreren anderen in einer Baumkrone.

Nach ein paar Bildern ließen wir uns zur Entspannung Wasser in unsere Badewanne mit Ausblick ein. Dies animierte anscheinend einen Kapuziner Affen, der sich prompt vor unserer Terrasse im Baum zeigte. Er guckte nur kurz und verschwand dann wieder im dichten Regenwald.

Am Abend wollten wir uns dann eine Pizza zum Abendessen bestellen, da dieser Service hier angeboten wird. Nach drei Anrufen merkten wir jedoch, dass dieser Service anscheinend nur für spanisch sprachige Touristen ist. Sobald man sich auf englisch meldete, wurde kurz nach der Begrüßung aufgelegt. Wir fuhren also selbst zu der Pizzeria und kauften uns eine Pizza, für schlappe 16 EUR. Wie man merkt, ist hier alles recht teuer.

Morgen werden wir vielleicht noch in einen Nationalpark fahren, falls es das Wetter zulässt. Donnerstag geht es dann auch schon wieder zurück nach Deutschland.

Bis dahin

Nicole & Michael

  • Kamera: NIKON D5600

Nach einer fast schlaflosen Nacht ging es weiter in Richtung Süden

Die letzte Nacht war nicht eine der Besten. Neben vielen Insekten innerhalb der Wohnung und einem Frosch als Besucher auf der Toilette, brach auch noch ein Gewitter über uns ein. Aufgrund des fehlenden Regens war der Donner laut zu hören. Recht früh ging es dann für uns ins Restaurant, um das Frühstück zu genießen. Versprochen wurden uns ein Frühstück mit Affen und Aras. Naja, was soll man sagen?!? Weder Affen noch Aras konnten wir bei dem mäßig schmackhaften Frühstück beobachten. Wir packten unsere Taschen und brachen in Richtung Süden auf, unsere letzte Unterkunft wartete auf uns. Auf dem Weg machten wir noch einen Stopp an der Krokodil-Brücke und einem Nationalpark.
An der Brücke machten wir ein paar Bildern von den reglos im Fluß liegenden Krokodilen. Am Park angekommen, kauften wir uns Tickets (11 $/Person) und gingen den ca. 1,2 km langen Trail entlang. Neben vielen Blattschneide-Ameisen sahen wir auch noch zwei Morpho-Falter. Leider mussten wir feststellen, dass der Trail nach gut 800 m endete, da der weitere Weg nur noch aus tiefem Schlamm bestand. Wir kehrten um und gingen wieder zurück zum Parkplatz. Am Parkplatz angekommen, konnten wir noch ein paar Leguane bei ihrem Sonnenbad beobachten.

Nun fuhren wir weiter, eine Strecke von 90 km lag noch vor uns, was hier ganze zwei Stunden Fahrt bedeutet. Auf dem Weg hielten wir noch an einer dänischen Bäckerei an und erfrischten uns mit einem Eis-Kaffee. Gegen Mittag erreichten wir dann unsere letzte Unterkunft, eine ausrangierte MD 10 (McDonald Douglas) dient uns als Hotelzimmer. In unserem Resort gibt es ingesamt drei Flugzeuge in denen man sich einmieten kann. Unsere Maschine bietet neben einer Küche im Cockpit, einen großen Wohn/Schlafbereich, sowie ein Badezimmer mitten im Dschungel. Das Highlight jedoch ist die Terrasse mit Badewanne und einem direkten Blick durch den Dschungel auf eine Bucht im Pazifik. Einfach grandios. Das ist komfortables Leben inmitten des Dschungels.

Nachdem wir das Flugzeug inspiziert haben, sprangen wir in die Badesachen und gingen zum Pool. Hier holten wir uns erneut eine Erfrischung ab. Als der Himmel sich zuzog gingen wir wieder zurück zu unserem Zimmer und machten uns zum Abendessen fertig. Plötzlich brach ein Gewitter mit heftigen Regenfällen aus, was uns zum verharren im Zimmer zwingt. Sobald es gleich wieder etwas trockener wird, werden wir uns zum Abendessen aufmachen.

Die nächsten verbleibenden Tage werden wir nun mit Entspannung am Pazifik verbringen.

Bis dahin

Nicole & Michael

  • Kamera: iPhone 14 Pro

Willkommen im Nebelwald, der seinem Namen alle Ehre macht

Heute morgen ging es für uns nach einem kleinen Frühstück direkt los in den Nebelwald. Bei 18°C starteten wir unseren gebuchten Trip über die längste Hängebrücke Costa Rica’s. Die knapp 6 km lange Strecke dorthin meisterten wir in einer guten halben Stunde. Es ging nämlich mal wieder eine “Straße” (übersät mit lauter tiefen Schlaglöchern) steil nach oben. Unser SUV hatte teilweise schon ordentlich zu kämpfen, um diese Steigung zu meistern. Am Hängebrücken Park angekommen, checkten wir ein und wurden zum Start des Trails geleitet. Nun ging es los, die erste Hängebrücke war auch schon die Längste: 236 m lang und in 50m Höhe.

Bei strahlendem Sonnenschein und leicht schwülen 18 °C überquerten wir die Brücke, mitten im Nebelwald. Von hier aus hatte man auch eine gute Sicht auf die ganzen Ziplines die quer durch den Wald verlaufen. Einige Touristen nutzten auch diese Attraktion und wir konnten deren Schreie hören. Am Ende ging es dann ein wenig bergab zur nächsten Brücke. Am Ende dieser Brücke trafen wir eine Gruppe die von einem Guide geführt wurde (dieser hätte schlappe 30$ Aufpreis gekostet). Im Vorbeigehen lauschten wir ein wenig seinen Ausführungen und vernahmen, dass er ein Versteck einer Vogelspinne gesichtet hat. Diese würde nur alle 10 Jahre ihre Behausung wechseln. Nach kurzem Warten konnten auch wir einen Blick in die Höhle werfen und eine wirklich imposante Vogelspinne entdecken. Diese zu fotografieren war eine große Herausforderung. Leider spinnt unsere Nikon Spiegelreflexkamera in diesem Urlaub häufiger, sodass wir immer wieder auf unsere iPhones wechseln müssen.

Nach ein paar Bildern ging es dann den Trail entlang weiter zur nächsten Brücke, von der wir auch wieder einen Blick über den Nebelwald hatten. Nun ging es zum größten Teil bergauf. Ungefähr auf der Mitte des Trails fing es an zu regnen. Zu Beginn war es noch Sprühregen, welcher sich im Verlauf jedoch zu einem richtigen Regenwald Regen entwickelte. Es goss in Strömen, wir waren froh unsere Regen-Ponchos (Regenwald getestet) mit dabei zu haben. Am Parkplatz wieder angekommen, sprangen wir ins Auto und zippten unsere nassen Hosenbeine ab. Zum Glück hielten unsere Wanderschuhe dicht, sodass die Füße trocken blieben. Nun ging es weiter in Richtung unseres heutigen Hotels. Für die knapp 90 km brauchten wir ca. 2,5h. Die Straßenverhältnisse wurden auf dem Weg talwärts leider nicht besser, sondern teilweise noch schlimmer. Wir waren froh, dass wir mit unserem SUV diese mit Schlaglöchern übersäte Straße gut meistern konnten.

Nachdem wir die Serpentinen verlassen haben, führte uns die Hauptstraße in Richtung Pazifikküste, hier hielten wir kurz für eine Pause an. Beim Aussteigen traf uns der Schlag, wir hatten eine Temperaturdifferenz von 18 auf 31°C zu verzeichnen. Auf dem weiteren Weg hielten wir nun noch an einem Restaurant an und aßen zu Mittag. Nun ging es noch 7 weitere Kilometer durch das Land, oder auch nicht… Laut Navi sollten wir rechts abbiegen, hier zeigte sich wieder eine Straße bestehend aus Schotter, die jedoch mit Warnwesten abgesperrt war. Wir fuhren die Hauptstraße weiter, um einen anderen Weg zu unserer Lodge zu finden, dies war jedoch nicht möglich. Die einzigste Straße die dorthin führt, war die versperrte. Wir fuhren wieder zurück und nun zeigte sich keine Straßensperrung mehr. Nach 3 km über purem Schotterweg kamen wir an unserer heutigen Lodge an. Begrüßt wurden wir von 6 Aras, die im Baum Unfug trieben. Nach dem Check in ging es dann zu unserem Bungalow, was sollen wir sagen, Natur pur… Der Bungalow besteht aus einem Schlafraum mit einem freien Badezimmer, mitten im Dschungel…

Morgen geht es dann weiter in Richtung Süden, zu unserer letzten Unterkunft auf dieser Reise. Die Übernachtung in einem Flugzeug wartet auf uns.

Bis dahin

Nicole & Michael

  • Kamera: iPhone 14 Pro

Weiter geht es in Richtung Landesinnere

Heute morgen brachen wir direkt nach dem Frühstück entspannt auf, es ging in Richtung Osten, genauer gesagt nach Monteverde. Monteverde liegt auf der anderen Seite des Arenal Vulkans und ist vor allem bekannt für seinen Nebelwald. Diesen konnten wir auch direkt zu Beginn schon erleben.

Auf dem Weg nach Monteverde ging es über den Highway 18 und 1. Beim folgenden Wechsel auf den Highway 145 wechselten wir zudem auch noch den Fahrbahnbelag. Nun hieß es Schlaglöcher, leicht unterspülte Straßen und steile Hänge. Nun ging es gut 20 km bergauf, Serpentinen pur. Die Straßen haben teilweise nur Platz für ein Auto, ziemlich abenteuerlich.

Nach einer guten Stunde Fahrt für die 20 km lange Strecke erreichten wir pünktlich unser Hotel auf dem Berg. Wir checkten ein und gingen dann eine Runde in den Ort. Hier gönnten wir uns im Choco Café einen Cappuccino, einen Café Tico (Café mit Likör) und ein Stückchen Kuchen. Das Café selbst ist sehr schön aufgemacht, mit eigener Rösterei.

Nun ging es schnell ins Hotelzimmer, Badesachen an und in den Thermalpool. Dort lernten wir ein amerikanisches Pärchen kennen, mit denen wir uns gut über die Reise unterhalten konnten.

Nun haben wir uns für das Dinner fertig gemacht.

Morgen früh geht es mitten in den Nebelwald auf die längste Hängebrücke in Costa Rica (fast 300m lang).

Bis dahin

Nicole & Michael

  • Kamera: iPhone 14 Pro

Tag zur Entspannung

Heute haben wir mal was ganz außergewöhnliches nach dem Frühstück gemacht, wir sind mit dem Auto zu einem nahegelegenen Strand gefahren. Dort angekommen bauten wir uns mit geliehenen Sonnenschirmen und Stühlen eine Relax-Ecke auf. Zur Abkühlung bei den heißen Temperaturen sind wir dann in den Pazifik gesprungen und wurden von recht warmen Temperaturen überrascht. Nur ein einziges Mal zuvor hatten wir im Pazifik solche Temperaturen, damals auf den Cook Islands. Eine wirkliche Abkühlung mussten wir uns dann am Nachmittag doch in Form von einem kalten Getränks holen.

Morgen geht es dann weiter in den Nebelwald nach Monteverde. Wir gehen davon aus, dass wir dort das ein oder andere Abenteuer inmitten des Dschungels erleben werden.

Bis dahin

Nicole & Michael

Das Abenteuer geht weiter…

Heute morgen klingelte der Wecker mal wieder um kurz vor sieben. Nach einem kurzen Frühstück packten wir unsere Sachen und checkten aus. Um 8:45 Uhr hatten wir einen Termin, eine Führung durch den Regenwald, bzw. innerhalb eines Naturreservates. Pünktlich erreichten wir das Reservat und wurden von unserem Guide begrüßt. Wir hatten Glück, es gab eine Privatführung (diese kostet normalerweise einiges mehr). Bei gefühlter 150% Luftfeuchtigkeit und strahlendem Sonnenschein begannen wir die Führung. Die ersten Tiere ließen auch nicht lange auf sich warten, Pfeilgift-Frösche saßen auf den Blättern der Pflanzen. Nach ein paar Bildern gingen wir weiter und unser Guide entdeckte direkt ein Faultier in den Bäumen. Ohne den Guide hätten wir das Faultier nicht erkennen können, denn sie leben sehr gut getarnt in den Baumkronen. Durch das Fernrohr des Guides konnten wir das langsame Tier gut beobachten und sogar ein kurzes Video drehen.

Wir gingen den Pfad weiter und erreichten nun den Schmetterlingsbereich, wo uns die einzelnen Reifestadien der Schmetterlinge erläutert wurden. Im Anschluss wurde Nicole ein frisch geschlüpfter Schmetterling an die Hand gelegt. Diesen setzten wir dann im geschützten Bereich aus. Nun gingen wir weiter zu einem Teich, hier konnten wir mehrere Vögel beobachten, beim schlafen…. Nach ein paar weiteren Bildern gingen wir in den nächsten Bereich des Reservates, dort erwartete uns eine Eule, die größte Eulenart, die Costa Rica zu bieten hat. Ohne den Guide hätten wir auch diese nicht gesehen. Er ließ uns in Ruhe ein paar Bilder machen, bevor wir wieder in Richtung Ausgang gingen. Am Ausgang wurden wir dann noch mit einem weiteren Highlight überrascht, ein junges Faultier hing in einem Baum über uns. Nach ein paar weiteren Bildern beendeten wir nun nach ca. 1,5 h unseren Besuch des Reservates mit dem Genuss einer frischen Ananas. Die Ananas stammt aus dem eigenen Anbau des Reservats und ist nicht mit denen bei uns erhältlichen zu vergleichen. Solch ein saftiges Fruchtfleisch haben wir noch nie genießen können.

Nach diesem lehrreichen Besuch des Reservates machten wir uns auf dem Weg zu unserer heutigen Unterkunft an der Pazifikküste. Geplant waren ca. 140 km, für die wir jedoch knapp vier Stunden Fahrt gebraucht haben. Der Weg führte durch viele Serpentinen entlang des Arenal Sees, welcher leider nur einen einzigen Aussichtspunkt bot. Nun verließen wir die Berge und fuhren weiter in westlicher Richtung. Das Navi zeigte uns den Weg und leitete uns auf einen Schotterweg nach links. Vor uns fuhr ein Bus und bog auch in diese Straße ein. Wir folgten dem Bus bis zu einem Tor einer Destillerie, wo wir von einem Wachmann abgewiesen wurden. Der Wachmann sprach kein Englisch, zeigte uns aber auf einem Zettel eine Fahranleitung auf Englisch. Anscheinend waren wir nicht die Einzigen, die diesen Weg laut Navi gefolgt waren. Da von nun an alle Straßen Schotterpisten waren, folgten wir der einen in Richtung Bundesstraße. Nach ca 10 km Schotterpiste und einigen Brücken ohne Sicherung, sowie Affen auf der Straße, erreichten wir die Bundesstraße. Nun ging es wieder weiter in Richtung Westen.

Kurz vor dem Erreichen unseres Zieles überkam uns der Hunger, wir wollten einen Snack im amerikanischen Fast-Food Restaurant einnehmen. Wir suchten via Google das goldene M auf der Strecke und wurden auch direkt fündig. Dort angekommen mussten wir jedoch feststellen, dass das Restaurant gerade noch gebaut wird. Somit kann man Google schon als vorausschauend bezeichnen… Wir besuchten ein anderes Restaurant in der Nähe und konnten somit gut gesättigt die letzte Strecke in Angriff nehmen. Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir unser Hotel, checkten ein und machten uns direkt zum Strand auf. Hier genossen wir den Sonnenuntergang in der Bucht in der unser Hotel liegt. Nach ein paar Bildern ging es dann direkt zum abkühlen in den Pool.

Nun entspannen wir im Hotel und werden dieses morgen weiterführen. Für den morgigen Tag ist ein Strandtag am Pazifik angesagt, bevor es übermorgen wieder ins Landesinnere geht.

Bis dahin

Nicole & Michael

Willkommen im Dschungel

Heute morgen wurden wir kurz vor dem Wecker von einem ordentlichen Regenschauer geweckt. Nachdem wir uns fertig gemacht hatten, ging es auf zum Frühstück. Dieses durften wir mit einer schönen Aussicht genießen.

Gesättigt ging es dann zur nächsten Attraktion des Tages über, dem Hängebrücken-Park. Nach der Ankunft -bei strahlendem Sonnenschein- gingen wir zur Kasse und mussten 28$/Person Eintritt zahlen. Wir wanderten den 3,2 km langen Trail entlang, überquerten mehrere Hängebrücken und betrachteten v.a. die Flora, von der Fauna war nicht viel zu sehen. Den im Park ansässigen Kolibri Garten haben wir zu Beginn ausgelassen, da wir vor allem auf die Brücken gespannt waren. Am Ende des Trails entschieden wir uns dennoch den Garten zu besuchen, hier fand man alles, nur keine Kolibris. Die vielen Kolibris die wir sichten konnten, befanden sich alle außerhalb des Gartens.

Mitten auf dem Trail wurden wir auf eine Touristengruppe vor uns aufmerksam, die sich auf einen bestimmten Punkt im Regenwald fokussiert hatten. Bei näherem Betrachten dieses Punktes konnten auch wir eine Schlange entdecken, die sich durch ihre Farbe ziemlich gut getarnt hat. Ein paar Meter weiter konnten wir das nächste -gelbe- Exemplar sichten, hierbei handelt es sich um eine ziemlich giftige Greifschwanz-Lanzenotter, welche hier aufgrund ihrer “Wimpern” Eyelashes Viper genannt wird. Nach ein paar Bildern ging es nun für uns weiter über die nächste Brücke, immer auf der Suche nach Faultieren.

Leider blieben uns bis zum jetzigen Zeitpunkt die Faultiere verborgen, obwohl es hier Massen davon geben soll. Ich habe zu Beginn unserer Reise schon gesagt, ich glaube wir finden eher eine Schlange, als ein Faultier. Nach einer gut zweistündigen Wanderung durch den Regenwald, erreichten wir trockenen Fußes den Parkplatz. Nun ging es wieder zurück zu unserer Lodge, in der Hoffnung noch einen Ausblick auf den Vulkan zu bekommen. Der Vulkan zeigt sich bis jetzt nur wolkenverhüllt.

An der Lodge angekommen, machten wir uns fertig für die hauseigene Thermalquelle im Manoa Resort. Hier gab es von 17-18 Uhr die Happy Hour an der Poolbar. Kurioserweise waren die Preise deutlich höher als zuvor. Auf Nachfrage wurde jedoch gesagt, dass es sich um 2 zum Preis von einem handelt. Hier genossen wir den einen oder anderen Cocktail im warmen Wasser, bevor es für uns gleich noch zum Abendessen geht.

Morgen geht es dann weiter in Richtung Pazifikküste, knapp 200 km stehen auf dem Plan (sind dann mal knappe 4 Stunden Autofahrt).

Bis dahin

Nicole und Michael

  • Kamera: NIKON D5600

Wir wollten Abenteuer, wir bekommen Abenteuer

Der heutige Morgen begann ziemlich früh, unser Wecker klingelte um Punkt 5 Uhr (soviel zum Thema Urlaub). Nach der kurzen Nacht machten wir uns fertig und gingen in Richtung Rezeption. Dort angekommen, warteten schon mehrere andere Gäste. Pünktlich um 5:45 Uhr brachen wir dann zu unserer gebuchten Bootstour auf, toll…. Erster Stop war die Einlasskontrolle in den Nationalpark, für welchen wir zuvor online 15$ pro Person berappen mussten. Nach dem kurzen Stop ging es dann weiter in die einzelnen Lagunenarme hinein. Hier konnten wir zu Beginn viele verschiedene Vögel beobachten, ein wahres Paradies für Hobby-Ornithologen, “leider” bin ich keiner…. Nachdem wir nun den X-ten Vogel gesichtet haben und uns über die Plage der Tucane mehrere Geschichten anhören durften, fanden wir in einem weiteren Arm dann auch mal endlich andere Tiere. Neben Kapuzineraffen und Brüllaffen, konnten wir auch noch eine Jesus Echse (kann über das Wasser laufen) und einen Leguan beobachten.

Nach einer gut zweistündigen Fahrt erreichten wir bei starkem Regenfall wieder unsere Lodge. Hier genossen wir erst einmal ein kleines Frühstück, welches mit vielen Früchten serviert wurde. Nach dem Frühstück packten wir unsere Taschen, die Rückreise nach San José stand an. Mit dem Boot ging es zum Flughafen, bzw, einem weiteren Lost Place auf dieser Welt. Wir stellten uns bei strömenden Regen am ehemaligen Terminal unter. Nach kurzer Wartezeit legte ein weiteres Boot an, der nette Herr von SansaAir war angekommen, bewaffnet mit einer Laptop-Tasche. Aus der Tasche holte er jedoch keinen Laptop für den Check in, er holte eine Personenwaage, Stift und Zettel heraus. Nun checkten wir bei ihm ein, jeder musste mit Handgepäck auf die Waage, die Koffer wurden separat gewogen. Nach dem wir mit dem Check in Procedere fertig waren, erreichten noch sechs weitere Personen den Flughafen, auch sie wollten ihre Reise weiter fortsetzen.

Das Flugzeug landete mit einer kleinen Verspätung direkt vor uns, wir nahmen unsere Koffer in die Hand und verbrachten diese persönlich ins Flugzeug. Nach einem kurzen Check hoben wir dann auch bei strahlendem Sonnenschein ab, dieser hielt jedoch nicht lange an, sodass wir in eine kleine Unwetterfront gerieten. Nach 20 min Flug erreichten wir La Fortuna (hier übernachten wir heute selbst), um die Passagiere aussteigen zu lassen und zwei weitere aufzunehmen. Nach einem weiteren 20 minütigen Flug (mit vielen Turbulenzen) erreichten wir San José. Dort empfingen wir unseren mehr oder weniger alten Mietwagen. Laut Tacho 69000km gelaufen, fühlt sich das Gefährt aber weitaus älter an. Wir verließen mit unserem Wagen das Gelände des Vermieters und ließen uns zu einem Supermarkt navigieren, hier kauften wir ein wenig Proviant für die nächsten Tage ein. Um den restlichen Tag noch bestreiten zu können, besuchten wir eine große amerikanische Fastfood-Kette (nicht die mit dem goldenen Bögen), um uns zu stärken. Bei der Bestellung mussten wir jedoch feststellen, dass es einige Sprachbarrieren gab. Die Dame an der Kasse verstand nicht ein Wort englisch. Selbst einen Cheeseburger konnte sie nicht zuordnen. Ich würde mich ja eigentlich über so etwas nicht aufregen, aber wenn ich doch in einer amerikanische Kette tätig bin und mein Restaurant sich auch noch in der Hauptstadt eines Landes befindet, dann kann ich schon ein wenig englische Sprache erwarten. Nach diesem kurzen Intermezzo ging es dann für uns weiter in Richtung La Fortuna. Vorab sei gesagt, ich habe noch nie in meinem Leben für 120km etwas mehr als drei Stunden benötigt… Neben dem vielen Verkehr, den Massen an Schlaglöchern, machten uns heute auch noch eine reine Serpentinen-Strecke mit dichtem Nebel zu schaffen. In Deutschland wären die Leute maximal mit Schrittgeschwindigkeit und Nebelschlussleuchte unterwegs gewesen. Hier hieß es, Augen zu und durch.

Nun sind wir in unsere Lodge im Bereich des Vulkans angekommen und entspannen uns nach dem Trip. Vor allem muss sich bei einer Person der Magen nach den Serpentinen entspannen.

Bis dahin

Nicole & Michael

Es geht weiter…

Nach einer kurzen Nacht hieß es am frühen Morgen, einen Anruf bei der Fluggesellschaft SansaAir zu tätigen. Trotz mehrerer Versuche war nur eine Bandansage zu hören. Wir entschieden uns, nach dem Frühstück mit dem Shuttlebus zum Flughafen zu fahren, um vor Ort zu klären, ob wir heute noch in den Tortuguero Nationalpark fliegen können.

Am Airport angekommen, gingen wir in den sehr modernen und geschmackvoll eingerichteten Domestic Teil und stellten uns bei SansaAir an. Die erste Dame am Schalter machte uns wenig Mut und sagte, wir müssen alles neu buchen. Die zweite Dame hingegen buchte uns nach einer erneuten Erläuterung der Sachlage problemlos und vor allem kostenlos um. Somit stand unser Flug mit einem Kleinflugzeug am heutigen Mittag auf dem Plan. Zuvor fuhren wir zurück zum Hotel und packten unsere Taschen. Am Airport wieder angekommen, checkten wir unsere Taschen ein und gingen durch die Sicherheitskontrolle. Das Domestic Terminal besteht aus ganzen zwei Gates. Nach kurzer Wartezeit wurde nun unser Flug aufgerufen. Zusammen mit zwei weiteren Personen stiegen wir in das Flugzeug ein und danach ging es dann auch 10 Minuten eher los. Recht zügig hoben wir ab, direkt in die dicke Wolkendecke. Der Rotor heulte weiter auf und wir stiegen bis auf 9800 Fuß. Nach gut dreißigminütigem Flug erreichten wir unser Ziel, den Tortuguero Nationalspark an der karibischen Küste. Wir landeten auf einer kleinen Piste, stiegen aus und wurden prompt von einem Boot abgeholt. MIt dem Boot ging es – bei typisch tropischem Wetter . zügig zu unserer Unterkunft für den heutigen Tag.

Bei der Ankunft wurden wir von einer überdurchschnittlich freundlichen Dame an der Rezeption empfangen. Sie scheint wohl zum Lachen in den Keller zu gehen. Sie führte uns mehr oder minder lustlos durch die Lodge Regeln. Nun ging es erst einmal auf unser Zimmer, bzw. Bungalow. Die Holzhütten, welche hier in einer Reihe stehen besitzen keine Fenster aus Glas, nein, es ist ein Loch im Holz, welches durch ein Insektenschutz versiegelt ist. Wir zogen uns passend zu dem Regenwald-Wetter an, um die Umgebung zu erkunden. Leider wurde uns kurz zuvor mitgeteilt, dass die Meeresschildkröten schon geschlüpft waren und wir uns keine Hoffnung machen sollen, noch welche zu sehen. Wir gingen in Richtung Strand und wurden dort direkt von einem kleinen Regenschauer überrascht. Wir entschieden uns dazu, für einen kleinen Mittagssnack zurück zur Lodge zu gehen, dies war auch im Nachhinein eine sehr weise Entscheidung. Während des Essens regnete es noch ein wenig. Nachdem der Regen nachgelassen hat, machten wir uns zu Fuß auf in Richtung Stadt. Auf dem ca 1,5 km langen Weg hielten wir an verschiedenen Stellen an, um nach den vielen verschiedenen Tieren Ausschau zu halten. Neben mehreren Tukanen (oder wie auch immer der Plural ist), sahen wir auch mehrere Aras, viele andere Vogelarten und einen Leguan im Baum liegen. Leider zeigte sich aber noch kein Faultier.

Gleich gehen wir noch zu Abend essen und werden den Abend heute früh ausklingen lassen. Morgen früh geht es nämlich schon um 5:30 Uhr zu einer Bootstour los (soviel zum Thema Urlaub….).

Bis dahin

Nicole und Michael