Wir wollten Abenteuer, wir bekommen Abenteuer

Der heutige Morgen begann ziemlich früh, unser Wecker klingelte um Punkt 5 Uhr (soviel zum Thema Urlaub). Nach der kurzen Nacht machten wir uns fertig und gingen in Richtung Rezeption. Dort angekommen, warteten schon mehrere andere Gäste. Pünktlich um 5:45 Uhr brachen wir dann zu unserer gebuchten Bootstour auf, toll…. Erster Stop war die Einlasskontrolle in den Nationalpark, für welchen wir zuvor online 15$ pro Person berappen mussten. Nach dem kurzen Stop ging es dann weiter in die einzelnen Lagunenarme hinein. Hier konnten wir zu Beginn viele verschiedene Vögel beobachten, ein wahres Paradies für Hobby-Ornithologen, “leider” bin ich keiner…. Nachdem wir nun den X-ten Vogel gesichtet haben und uns über die Plage der Tucane mehrere Geschichten anhören durften, fanden wir in einem weiteren Arm dann auch mal endlich andere Tiere. Neben Kapuzineraffen und Brüllaffen, konnten wir auch noch eine Jesus Echse (kann über das Wasser laufen) und einen Leguan beobachten.

Nach einer gut zweistündigen Fahrt erreichten wir bei starkem Regenfall wieder unsere Lodge. Hier genossen wir erst einmal ein kleines Frühstück, welches mit vielen Früchten serviert wurde. Nach dem Frühstück packten wir unsere Taschen, die Rückreise nach San José stand an. Mit dem Boot ging es zum Flughafen, bzw, einem weiteren Lost Place auf dieser Welt. Wir stellten uns bei strömenden Regen am ehemaligen Terminal unter. Nach kurzer Wartezeit legte ein weiteres Boot an, der nette Herr von SansaAir war angekommen, bewaffnet mit einer Laptop-Tasche. Aus der Tasche holte er jedoch keinen Laptop für den Check in, er holte eine Personenwaage, Stift und Zettel heraus. Nun checkten wir bei ihm ein, jeder musste mit Handgepäck auf die Waage, die Koffer wurden separat gewogen. Nach dem wir mit dem Check in Procedere fertig waren, erreichten noch sechs weitere Personen den Flughafen, auch sie wollten ihre Reise weiter fortsetzen.

Das Flugzeug landete mit einer kleinen Verspätung direkt vor uns, wir nahmen unsere Koffer in die Hand und verbrachten diese persönlich ins Flugzeug. Nach einem kurzen Check hoben wir dann auch bei strahlendem Sonnenschein ab, dieser hielt jedoch nicht lange an, sodass wir in eine kleine Unwetterfront gerieten. Nach 20 min Flug erreichten wir La Fortuna (hier übernachten wir heute selbst), um die Passagiere aussteigen zu lassen und zwei weitere aufzunehmen. Nach einem weiteren 20 minütigen Flug (mit vielen Turbulenzen) erreichten wir San José. Dort empfingen wir unseren mehr oder weniger alten Mietwagen. Laut Tacho 69000km gelaufen, fühlt sich das Gefährt aber weitaus älter an. Wir verließen mit unserem Wagen das Gelände des Vermieters und ließen uns zu einem Supermarkt navigieren, hier kauften wir ein wenig Proviant für die nächsten Tage ein. Um den restlichen Tag noch bestreiten zu können, besuchten wir eine große amerikanische Fastfood-Kette (nicht die mit dem goldenen Bögen), um uns zu stärken. Bei der Bestellung mussten wir jedoch feststellen, dass es einige Sprachbarrieren gab. Die Dame an der Kasse verstand nicht ein Wort englisch. Selbst einen Cheeseburger konnte sie nicht zuordnen. Ich würde mich ja eigentlich über so etwas nicht aufregen, aber wenn ich doch in einer amerikanische Kette tätig bin und mein Restaurant sich auch noch in der Hauptstadt eines Landes befindet, dann kann ich schon ein wenig englische Sprache erwarten. Nach diesem kurzen Intermezzo ging es dann für uns weiter in Richtung La Fortuna. Vorab sei gesagt, ich habe noch nie in meinem Leben für 120km etwas mehr als drei Stunden benötigt… Neben dem vielen Verkehr, den Massen an Schlaglöchern, machten uns heute auch noch eine reine Serpentinen-Strecke mit dichtem Nebel zu schaffen. In Deutschland wären die Leute maximal mit Schrittgeschwindigkeit und Nebelschlussleuchte unterwegs gewesen. Hier hieß es, Augen zu und durch.

Nun sind wir in unsere Lodge im Bereich des Vulkans angekommen und entspannen uns nach dem Trip. Vor allem muss sich bei einer Person der Magen nach den Serpentinen entspannen.

Bis dahin

Nicole & Michael

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