Letzter Tag in Irland

Nachdem wir uns am heutigen morgen fertig gemacht haben, packten wir die Sachen und fuhren los. Da wir kein Tagesprogramm für den heutigen Tag vorbereitet haben, sahen wir uns verschiedene Tipps auf dem Weg nach Cork auf Google an. Einer davon war eine Ruine einer Kirche, mal was ganz neues… Nach einer gut 80 Kilometer langen Fahrt in nordöstlicher Richtung erreichten wir diese Ruine und mussten feststellen, dass diese nicht so schön war, wie vorher beschrieben. Das Beste an dieser Ruine (Ballybeg Priory) waren die beiden Pferde, die dort grasten.

Nach ganzen drei Bildern fuhren wir weiter zu der nächsten Attraktion an diesem Tag, dem Rock of Castle, welcher sich noch weiter nördlich befand. Wir nutzten den Parkplatz in unmittelbarer Nähe und marschierten den kleinen Hügel hinauf, um dort 8 EUR/Person Eintritt zu bezahlen. Wir haben uns hierbei gegen eine Führung entschieden, um das Areal auf eigene Faust zu besichtigen. In diesem alten und teils neuen zerfallenen Gemäuer lebten die Könige und Bischöfe von Munster und sind auch hier begraben. Da das Areal so riesig war, waren wir mit der Besichtigung auch nach ganzen 30 Minuten fertig. Neben dem Hauptgebäude finden sich mehrere Gräber, sowohl als Sarkophage, als auch als Steinplatten (wie hier üblich). Im Nebengebäude befand sich eine kleine Ausstellung der damaligen Utensilien, welche wir während eines kurzen Schauers besichtigt haben.

Nach dem 30 minütigen Besuch mussten wir feststellen, dass wir für den Parkplatz 4,50 EUR berappen müssen. Die ersten 20 Minuten wären frei gewesen, alles darüber ist der Tagestarif… Mit den Eindrücken im Kopf ging uns nun wieder für uns in Richtung Süden, die Küste wartete wieder auf uns. Wir fuhren über die Autobahn (die es hier nicht so oft gibt) in Richtung Cork, wo wir heute auch übernachten. Wir fuhren jedoch an Cork vorbei, da wir vorher noch einen Abstecher nach Cobh, bis 1922 auch noch Queenstown genannt., machten. Hier, im zweitgrößten natürlichen Hafen der Welt nach Sydney, war der letzte Halt der Titanic, bevor sie gesunken ist. Von hieraus gingen noch 123 Menschen auf die Titanic, jedoch ein Bischoff entschied sich um. Gleichzeitig ist Cobh die Stadt, von der aus die meisten (ca. 2,5 Mio) Emigranten Irland während der Hungerkrise verließen. Neben dem noch vorhandenen Dock bietet die Stadt auch noch ein kleines Titanic Museum, eine Kathedrale (die Glocken klingen ein wenig wie der Big Ben), eine Straße mit vielen bunten Häusern und eine schöne Hafenpromenade. Hier flanierten wir ein wenig entlang, mit dem Blick in Richtung gegenüberliegendes Ufer. Hier befindet sich nämlich eine Gefängnisinsel, welche damals bis zu 2500 Insassen hatte. Während des Spazierganges wurden wir plötzlich von einem Ozeanriesen überrascht, eine Fähre fuhr an uns vorbei in Richtung Bretagne. Am historischen Pier angekommen sahen wir die Statue von einem Mädchen und ihren beiden Brüdern, diese Statue steht auch genau so auf Ellis Island in New York. Sie zeigt nämlich die erste Einwanderin aus Irland in die Vereinigten Staaten, die auf Ellis Island registriert wurde.

Nach ein paar Bildern ging es dann weiter auf die Suche nach dem Photo, ein Bild mit den bunten Häusern im Vordergrund und der Kathedrale im Hintergrund. Wir fuhren den Spyhill hinauf und suchten nach dieser Stelle. Leider fanden wir diese nicht auf anhieb, sodass wir nochmals online nach Tipps suchen mussten. Hier fanden wir den Tipp, dass man sich über eine recht hohe Mauer lehnen muss, um dieses Bild zu machen. Wir fanden diese Mauer auf dem Spyhill und machten genau dieses schöne Bild.

Nun ging es weiter in Richtung Cork, wo wir in unserem letzten Hotel für diese Reise eincheckten. Nach dem Check in ging es jedoch erstmal zu Fuß in Richtung Stadt, genauer gesagt zur University of Cork. Hier kann man u.a. Medizin studieren, das Anatomische Institut befindet sich direkt neben dem Hauptgebäude. Nach ein paar Bildern und noch ein paar weiteren Metern auf dem Campus ging es dann wieder zurück zum Hotel. Hier gönnten wir uns heute zum Abschluss noch den Room Service und aßen standesgemäß Fish & Chips mit einem Pint Guiness.

Morgen heißt es dann frühzeitig in Richtung Dublin aufzubrechen, um am Nachmittag den Flieger zu bekommen.

Bis zur nächsten Reise

Nicole & Michael

Ein Gedanke zu „Letzter Tag in Irland“

  1. Good Morning Ireland!
    Danke für die „Mitreise“ und all die wirklich schönen Bilder! Ich bin zwar vor Urzeiten mal mit meiner Freundin Marion und einer dubiosen Reisegesellschaft den Ring oft Kerry mit dem Rad abgefahren, aber bis auf die Pulloverschweine, den „gleich- regnets – bestimmt-wieder-Himmel“ und unzähligen grauen Steindörfern mit grasgrünen Hügellandschaften habe ich keine genauen Erinnerungen mehr?! Das lag aber auch daran, dass 80% der Truppe an Kultur oder Sightseeing Null Interesse zeigte, stattdessen heizten die mit ihren Rennrädern auf der Suche nach neuen „Bahnrekorden“ los – wir konnten sie auf unseren Hollandrädern nur bedingt einholen – nämlich dann wenn sie einen Platten hatten. Die unzähligen Stunden, die man regennass im Sattel saß, haben den Blick auf existenzielle Bedürfnisse geschmälert: wann erreichen wir den Campingplatz (nix Hotels!), was gibts zu essen, können wir ggf mal erst um 8:00 am nächsten morgen aufbrechen? Nachdem man mich und Marion dann auf einem Zeltplatz hinausgeschmissen hatte (wir versuchten – trotz vorhandener Verbotsschild – in der Sanitäranlage mit dem dort hängenden elektrischen Fön unsere Klamotten zu trocknen), haben wir unsere eigene Tour gemacht. Ab da war’s recht cool 🙂 Euch einen guten Heimflug! Der Pott wartet auch mit schönen brachliegenden Steingemäuern und Parkplätzen ganz für umsonst! Bis bald, LG Miss Hey-Man

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