Tag 2 in New Orleans

Nach einem wirklich schönen Frühstück (mit Bagels) ging es heute morgen auf Sightseeingtour durch New Orleans. Als erstes wollten wir uns bei sengender Hitze einen Friedhof anschauen, welcher in vielen Reiseführern empfohlen wird. Das besondere an diesen Friedhöfen hier ist, dass alle überirdisch begraben werden. Nach knapp 700m erreichten wir den Friedhof und wurden vor dem Eingangstor von einer Dame abgefangen, diese erklärte uns, dass man den Friedhof nur in Verbindung mit einer geführten Tour besuchen kann. Die Tour sollte 20$/Person kosten. Einige Sachen in den Staaten sind ja schon komisch, aber das übertrifft alles! Unverrichteter Dinge zogen wir weiter und spazierten über die Canal Street, die Haupteinkaufsstraße Nouvelle Orleans (die französische Bezeichnung). 


Nach ein paar Blocks drehten wir ab und gingen Richtung Mississippi, eine Dampfschiffstour stand an. Wir steuerten den Dock an, kauften uns Tickets und betraten mit gefühlten tausend weiteren Menschen den Dampfer. Nach einer kurzen Begrüßung vom Kapitän ging die Fahrt dann los, flussabwärts in den Industriehafen (eine romantischere Stelle hätte man sich kaum aussuchen können). Innerhalb von 30 min erreichten wir den Hafen, drehten und fuhren die gleiche Strecke innerhalb von 1,5 h zurück. Nebenbei sahen wir einen weiteren Schaufelraddampfer auf dem Mississippi, welcher aber laut des Kapitän kein Originaler sei (der fuhr mit Diesel). Unsere Natchez fuhr tatsächlich noch mit Dampf, davon konnte man sich im laufenden Betrieb im Maschinenraum überzeugen. 


Nachdem das Schiff angelegt hat, gingen wir von Board und suchten im French Market ein Café auf, welches die New Orleans Spezialität schlecht hin serviert, Beignet (zu gut deutsch: Krapfen mit viel viel Puderzucker). Zu den Beignet wurde dann auch noch ein typischer Café au lait serviert (gefühlt ohne Koffein). Das typisch französische Café war übrigens vollständig in asiatischer Hand. Wir setzten unseren Spaziergang in südliche Richtung fort, stöberten dabei in einigen netten Läden, lauschten der unüberhörbaren Musik an jeder Straßenecke, bis wir das Riverwalk Outlet antrafen. Dort wurde dann erst einmal ein wenig geshoppt. Zu unserer positiven Überraschung erfuhren wir beim Shopping auch, dass es in Louisiana ein Tax Refund Service gibt (man bekommt als Ausländer nach Vorlage des Reisepasses die Steuern wieder). Neben Louisiana bietet diesen Service nur noch Texas an. Wir machten natürlich von dem Tax Refund gebrauch und verließen daraufhin das Einkaufszentrum. Nun fuhren wir mit einer der historischen Straßenbahnen die Canal Street entlang, um unserem Hotel ein wenig näher zu kommen. 


Wir verstauten unsere eingekauften Sachen und gingen in ein Restaurant neben unserem Hotel. In diesem aßen wir gut zu Abend, u.a. bestellten wir einen Po Boy (steht für poor (armer) Boy), welcher aus einem belegten Baguette mit Pommes als Beilage besteht. Nach dem Essen spazierten wir erneut eine Runde durch das French Quarter und genießen nun unseren letzten Abend in New Orleans.

Morgen geht es weiter nach Alabama, genauer gesagt nach Mobile.

Bis dahin

Nicole & Michael

  • Kamera: NIKON D5100

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