Tag 2 in Bangkok

Nachdem uns der Wecker aus dem wohlverdienten Schlaf geweckt hat, machten wir uns für das erste Ereignis des Tages fertig. Nein, es ging nicht zum Frühstück, denn der Schneider wartete auf uns in der Lobby. Vor den Toiletten wurde ich zur Anprobe gebeten, hierbei wurden noch Änderungen für die finale Version abgesteckt. Wir vereinbarten einen Auslieferungstermin für den heutigen Abend.

Nun konnten wir aber zum Frühstücks-Buffet gehen, um uns für den Tag zu stärken. Während des Frühstücks planten wir unseren heutigen Tag und mussten dabei zusehen, wie sich die Wolkendecke über Bangkok immer weiter verdichtete. Neben viel Regen schossen auch zahlreiche Blitze durch die Wolkendecke in die vielen Wolkenkratzer. Wir entschieden uns dazu, den großen Schauer abzuwarten, um dann in der neuen Iconsiam Mall bummeln zu gehen. Da das Wetter weiterhin unbeständig war, fuhren wir nicht mit dem Boot zur Mall, sondern ließen uns durch ein Taxi fahren.

In der Mall angekommen, wurden wir von einem riesigen Markt mit allen Leckereien aus Thailand begrüßt. Jede Himmelsrichtung war dort mit ihren eigenen Spezialitäten vertreten. Ein sehr schönes und interessantes Konzept. Nun ging es aber in die höheren Stockwerke, hier reihten sich ein Luxus-Label neben das andere. Böse Zungen würden behaupten, hier holen sich die Leute die Inspirationen und kaufen dann das Fake Produkt in einem anderen Laden ein…

Wir flanierten durch die riesigen Gänge des achtstöckigen Gebäudes, um zu guter letzt dann den berühmten 15m hohen Wasserfall zu bestaunen. Auf dem Weg dorthin streiften wir unter anderem einen Laden, indem ein 13m langer Dackel auf dem Boden lag und schlief. Während des Tiefschlafes zeigte der Dackel jedoch echte Bewegung und Mimik an. Neben zuckenden Ohren und ziehen der Mundwinkel, wurden auch die Augenbrauen angehoben. Am Wasserfall angekommen wurden wir jedoch von der Attraktion leider enttäuscht, denn diese läuft leider nicht durchgehend. Ausgerechnet zum Zeitpunkt unsere Ankunft wurde dieser kurz zuvor ausgeschaltet… Mehr als ärgerlich…

Mit weniger Fotos in der Tasche als gedacht, ging es weiter in Richtung Pier. Auf dem Weg dorthin kehrten wir jedoch in ein wunderschönes und vor allem spezielles Café ein. Hier konnte man sich Kaffee aus insgesamt 35 Ländern mit 350 Kaffeesorten aussuchen. Bei der Auswahl wurden wir ausreichend beraten. Einer von uns hatte einen guten Kaffee, der andere einen zum Wegkippen. Nach dem kurzen Intermezzo ging es dann weiter zum Pier, von hier aus wollten wir den nächsten Tempel auf der anderen Flussseite besuchen, den Wat Pho.

Um jedoch ein Ticket für das Boot zu ergattern, mussten wir uns erst einmal in einer langen Schlange anstellen (ich glaube Schwimmen wäre schneller gegangen). Leider befand sich vor uns in der Schlange noch eine Reisegruppe aus Südamerika, welche für gefühlt hundert weitere Personen ein Ticket gekauft haben. Die Kasse kam kaum noch mit und der Bon flog nur meterlang aus dem Drucker. Nach einer gefühlten Ewigkeit waren wir dann auch mal dran und konnten zwei Tickets für insgesamt 80 THB kaufen. Nach einer weiteren halbstündigen Wartezeit kam dann auch endlich Mal das Boot an und brachte uns nach 4 Stopps an unser Ziel. Da die Durchsagen an Board nicht jeden erreichten, verpassten ein paar Passagiere den Absprung von Board. Einer fluchte dabei ordentlich.

Am Pier von Wat Pho angekommen gingen wir direkt von Board in Richtung Tempel. Dort angekommen wurden wir -wie immer- zuerst zur Kasse gebeten (300 THB/Person) und durften dann in die Tempelanlage gehen. Dort steht, bzw. liegt eine der größten Buddha-Statuen der Welt, der -wer mag es glauben- liegende Buddha. Wie in allen Tempeln galt auch hier wieder, Schuhe aus! Dieses Ritual finde ich auch vollkommen in Ordnung, aber hier trieb man es auf die Spitze. Man musste die Schuhe in einen Beutel packen und durfte diese nicht direkt in der Hand tragen. Unglaublich… Die Besuchermassen schoben sich -von Kopf bis Fuß des Buddhas- bei schwülen Temperaturen durch den Tempel. Gut aufgeheizt verließen wir das Gebäude mit dem Buddha und spazierten durch die restliche Tempel-Anlage (die in meinen Augen mehr Flair als die Statue selbst hatte).

Nun haben wir genug Flüssigkeit und Elektrolyte verloren und mussten diese erst einmal wieder auffüllen. Da kam uns doch ein 7 Eleven in der Nähe gerade gelegen. Nach einer kurzen flüssigen Stärkung machten wir uns in das nächste Abenteuer auf, wir nutzten die U-Bahn um in Richtung Hotel zu kommen. Dies gestaltete sich jedoch wieder schwieriger als geplant. Eigentlich sollte man mit Apple-Pay ohne Probleme die Bahn nutzen sollen, außer in Bangkok. Hier dürfen nämlich nur bestimmte Kreditkarten genutzt werden. Somit mussten wir uns wieder ein Ticket am Schalter kaufen. Nun ging es mit der Bahn in Richtung Lumpini Park. Der berühmte Park, in dem Warane frei leben. Direkt am Eingang trafen wir auch direkt schon auf eines der Exemplare, die nächsten ließen aber auch nicht lange auf sich warten. Nach einem kurzen Spaziergang im Park gingen wir weiter in Richtung Hochbahn, um zu unserem Hotel zu kommen. Hier wartete erst einmal eine ausgiebige Dusche auf uns.

Nachdem wir uns frisch gemacht haben, ging es in den Lounge-Bereich zum Essen. Gleichzeitig nutzten wir die Chance und tranken den einen oder anderen Cocktail. Während des Essens bekam ich eine Nachricht vom Schneider, dass dieser in der Lobby auf mich wartete. Er brachte mir meine Lieferung, die ich mal wieder in der Lobby direkt anprobieren durfte. Sitzt, passt, wackelt und hat Luft.

Nun entspannen wir nach dem Tag im Hotelzimmer und packen unsere Koffer. Morgen geht es recht früh weiter in Richtung Osten, nächster Stop, Ankor Wat in Kambodscha. Eigentlich hatten wir für heute noch einen kurzen Aufenthalt in der berühmten Bar auf dem Lebua Hotel geplant, diesen ließen wir jedoch aufgrund der vielen durchschnittlichen Bewertungen fallen. Für den Aufenthalt dort muss man keinen Eintritt zahlen, jedoch hat man einen Mindestverzehr von einem Cocktail/Person. Die Cocktails starten jedoch auch erst bei 26 EUR/Person. Der teuerste kostet ganze 260 EUR (wer bitte trinkt einen solchen Cocktail?!?!?).

Ob wir es morgen schaffen, ein Update aus Kambodscha zu schicken, können wir leider nicht versprechen.

Bis dahin

Nicole & Michael

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