Erster vollständiger Tag in Bangkok

Nach einer geruhsamen Nacht wurde heute Morgen erst einmal die Dusche mit Blick auf die Skyline ausprobiert. Nachdem wir uns fertig gemacht haben, ging es dann auch schon in die 32. Etage zum Frühstück in der Lounge. Das Frühstück ließ keine Wünsche offen, neben thailändischen Produkten und diversen Eierspeisen (frisch zubereitet), bot man auch europäische Delikatessen an. Das Frühstück wurde jedoch zur Nebensache, bei dem grandiosen Ausblick über Bangkok.

Nach der Stärkung ging es dann auch schon mit einem Grab (das asiatische Uber Pendant) zum ersten Schneider, bei dem ich vor acht Jahren schon war. Dort angekommen, bekamen wir zur Begrüßung ein Getränk und durften uns dann die Stoffe aussuchen. Die Stoffauswahl war mal wieder riesig, der Preis leider auch… Damals kostete ein Hemd noch ca 33 EUR, nun sind wir schon – mit viel Handeln – bei 60 EUR. Nun hoffen wir, dass die Qualität gleich geblieben ist. Nach dem Handeln ging es dann auch schon ans Vermessen und an die Besprechung der Feinheiten. Eine erste Anprobe ist für morgen früh im Hotel geplant.

Nach dem kurzen Shopping-Erlebnis ging es dann auch wieder kurz zurück ins Hotel. Da sich die Sonne durch die Wolkendecke gekämpft hatte, musste nun Sonnencreme aufgetragen werden. Neben der Sonnenmilch brauchten wir natürlich auch noch einen Mückenschutz, denn von den Viechern gibt es viele in Thailand.

Nach dem kurzen Intermezzo entschieden wir uns für einen Besuch eines Tempels, es sollte der Tempel der Morgenröte sein, Wat Arun. Laut Google nahmen wir die Hochbahn bis zum Fluss und sollten dann mit dem Schiff zum Tempel fahren. Bis zum Bootsanleger hatte die Route auch funktioniert, dann aber nicht mehr. Am Anleger mit einigen weiteren Touristen angekommen, wurden wir durch freundliche Schilder aufgeklärt, dass heute keine Bootsfahrten mehr stattfinden. Zur Info, die Boote wird hier als normales Verkehrsmittel des ÖPNV genutzt. Nun mussten wir uns einen anderen Plan überlegen und stiegen wieder auf ein Grab um. Dies gestaltet sich eigentlich selten als problematisch. Nach einer gut 30 minütigen Fahrt mit vielen Staus, erreichten wir auch den Tempel. Am Eingang des Tempels wird noch einmal davor gewarnt, dass die Schultern und Knie für den Besuch bedeckt sein müssen (komischerweise bezogen sich alle Bilder nur auf das weibliche Geschlecht). Nachdem wir jeweils 200 THB Eintritt bezahlt hatten, folgten wir den Besuchermassen zu dem imposanten Tempel. Gefühlt wurde dieser vor allem aus zerbrochenen Porzellantellern gebaut. Gab es hier wohl mal einen großen Polterabend?

Um den Tempel genau zu besichtigen muss man ein paar nicht DIN genormte Treppenstufen überwinden, diese haben eine Absatzhöhe zwischen 30 und gefühlten 50 Zentimetern. Nun heißt es aufpassen, dass man nicht von dem einen oder anderen Next Topmodel überrannt wird. Nach einer guten Stunde hat man dann auch schon alles gesehen und kann weiterziehen.

Wir gingen Richtung Fluss und erkundigten uns, ob von hier aus Boote fahren, dies taten sie auch. Anscheinend war nur der eine Abschnitt des Flusses gesperrt. Anscheinend steht hier ein großes Fest bevor, da hier alles Mögliche geschmückt wird. Mit dem Boot ging es dann Richtung Norden zur Endhaltestelle. Dort angekommen suchten wir die nächste Bushaltestelle auf und warteten erst einmal auf den Bus. Die Haltestellen bestehen aus einer notdürftig zusammengezimmerten Bank und einem Schild auf dem Bus Stop steht. Nach einer gut 20 minütigen Wartezeit (einen Fahrplan gibt es nicht) kam auch schon der Bus, den wir zu uns heranwinken mussten. Der Bus war gefühlt Baujahr 1950 und drohte jeden Moment auseinander zu fallen. Nach dem Einstieg wurden uns zwei Plätze zugewiesen und freundlich um die Bezahlung gebeten. Wir durften für die ganze Strecke 8 THB (0.21 EUR)/Person bezahlen. Ich hatte das Glück und durfte direkt neben dem Busfahrer sitzen, einziger Nachteil: die Abluft vom Motor zielte auf mich. Somit gab es neben der schwülen Sauna auf der Straße, noch einen Saunagang ohne Aufguss. Bemerkenswert war auch der Aufbau des Busses, neben einem Holzboden, befand sich hinter dem Fahrer ein Vorrat an Kühlwasser für den Motor…

Nach einer gut halbstündigen Fahrt erreichten wir dann das MBK Center, eines der bekanntesten Shopping Malls in Thailand. In diesem Center suchten wir einen weiteren Schneider auf, welcher auf diversen Social-Media-Kanälen beworben wird. Auch hier versuchte ich mein Glück und habe etwas bis morgen bestellt. Hier konnten wir die Hemden für 40 EUR/Stück maßangefertigt bestellen. Nach dem Ausmessen und der Stoffauswahl bummelten wir nun noch eine Runde durch die vielen Shops. Nach so vielen Kilometern und dem Shopping knurrte so langsam der Magen. Wir suchten in der Mall ein schönes thailändisches Restaurant und kehrten dort ein. Gut gestärkt und 12 EUR ärmer (2 Hauptgerichte, 1 Vorspeise und Getränke) verließen wir nun das Lokal, um unsere Shopping-Tour fortzuführen. Nachdem wir fast alle acht Stockwerke des MBK Centers gesehen haben, fuhren wir mit der Hochbahn wieder zurück zum Hotel. Hier entspannen wir nun mit einem Bad mit grandiosem Ausblick und lassen den Abend ausklingen.

Bis dahin

Nicole & Michael

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